Termine für Oktober 2017

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Königinnenzucht

Wie alle Landwirte ist auch der Imker auf die Zucht von angepassten und leistungsfähigen  Tieren  angewiesen. Die Bienen solllten einen stark ausgeprägten Sammeltrieb besitzen, friedfertig sein, wabenstet (bei der Arbeit an den Völkern nicht ständig auffliegen) und eine gering ausgeprägte Schwarmneigung haben.
Diese Liste ließe sich natürlich noch nahezu beliebig verlängern.
Das Erbmaterial des gesamten Bienenvolkes wird von der Königin und den Drohnen, die sie begattet haben, bestimmt. Daher ist der Imker bestrebt, möglicht hochwertige Königinnen zu züchten und diese von ebensolchen Drohnen begatten zu lassen.

Die Arbeitsbienen ziehen Königinnen in Weiselzellen an. Diese Zellen bauen sie selbst, wenn das Volk Schwärmen will (siehe auch "Weiselzelle"). Anstelle der natürlichen Weiselzelle kann der Imker eine künstliche Zelle mit einer jungen Larve aus einem seiner besten Völker versehen und den Bienen diese in einem "Zuchtrahmen" zur Pflege übergeben. Es sollte ein starkes Pflegevolk gewählt werden, um eine optimale Versorgung der jungen Königinnen zu gewährleisten. Dem Pflegevolk wird mindestens während des ersten Abschnitts der Pflege der Zellen die Königinn entnommen. Später können die Zellen in "weiselrichtigen" Völkern (Völkern mit Königinn) in einem für die Königinn nicht zugänglichen Teil des Volkes weitergepflegt werden.

Zur Begattung läßt man die Königinn in einem kleinen Völckchen schlüpfen, dass an einem Ort aufgestellt wird, wo man einen möglichst großen Einfluß auf die Drohnenauswahl der Umgebung hat. In diese Völckchen werden kleinere Waben  mit Bienen, Brut und Futter gegeben.

Nach dem der Kasten mit  Bienen besetzt ist, kommt die Königinnenzelle hinzu. Ungefähr 5 Tage nach dem Schlüpfen fliegt die Königinn auf den Begattungsflug. einige Tage später beginnt sie dann zu legen. in dem kleinen Kästchen mit den wenigen Waben ist dies schnell zu kontrollieren und die Königinn schnell zu finden. Die Königinnen werden mit einem Farbpunkt gekennzeichnet, damit man sie in einem großen Volk wiederfinden kann und ihr Geburtsjahr identifizieren kann:

Zehn Tage nach dem Einsetzen des Zuchtrahmens müssen die Weiselzellen entnommen werden, damit nicht eine der Königinnen schlüpft und alle anderen tütet, wie es in der Natur mit den Schwarmzellen geschieht. Die bald schlüpfenden jungen Königinnen bringen das Erbmaterial einer sehr guten "Stockmutter" mit. Jetzt muss der Imker noch für die richtige Begattung der Königinn sorgen. Ungefähr eine Woche nach dem Schlupf fliegt die Königinn (ein- bis wenige  Male) aus und sucht einen Drohnensammelplatz auf, der hoch in der Luft liegt. Hier wird sie von durchschnittlich zwölf Drohnen begattet. Das Sperma speichert sie in einer Samenblase. Dieser Vorrat muss nun für den Rest ihres Lebens reichen, das in der freien Natur bis zu fünf Jahre dauern kann.

Königinnen werden in den nächsten Jahren wie folgt gekennzeichnet:

 

2014 grün
2015 blau
2016 weiß
2017 gelb
2018 rot